Lemberger

Lemberger ist eine rote Rebsorte, die offiziell “Blaufränkisch” heißt. In Deutschland wird er als “Lemberger” oder “Blauer Limberger” bezeichnet. Beide Namen deuten auf ihre Herkunft aus dem Donaugebiet hin. Erstmals nachweisbar war die Sorte im 18. Jahrhundert in Österreich, danach tauchte sie auch in Deutschland unter der Bezeichnung Limberger / Lemberger auf. In Bulgarien heißt sie Gamé und in Italien Franconia. Durch die internationale ampelografische Kommission wurde 1875 europaweit der Name Blaufränkisch festgelegt. Die Rebsorte Blaufränkisch ist eine natürliche Kreuzung aus Blauer Zimmettraube und Weißem Heunisch.

Eine Sage zur Namensgebung in Ungarn erzählt, dass die napoleonischen Truppen während ihrer Feldzüge durch Ungarn gezogen sind und dort auch länger Station machten. Zu dieser Zeit hat Napoleon seine Truppen mit roten Francs bezahlt, wobei die offizielle Währung in Frankreich blaue Francs waren. Die Franzosen haben von den ortsansässigen Winzern auch Wein erstanden, wobei ein spezieller Rotwein es den französischen Truppen besonders angetan hatte. Die ungarischen Winzer hatten schnell begriffen, dass dieser spezielle Wein von den Franzosen bevorzugt wird und wussten über die zwei verschiedenen Währungen Bescheid. Von da an wurde dieser spezielle Wein nur für blaue Francs verkauft, da die roten Francs viel weniger Wert waren. Aus der Zusammensetzung der Wörter entstand der Name kékfrankos.

Unser Lemberger, den wir mit 3,75ha bewirtschaften, gedeiht auf unterschiedlichen Lagen und Böden wie z.B. Kiesel- und Stubensandstein oder Keuperboden. Das schmeckt man auch in den verschiedenen Weinen, die unterschiedliche hervorragende Weine hervorbringen.

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